{"id":1815,"date":"2026-05-18T09:19:39","date_gmt":"2026-05-18T07:19:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.elbetext.blog\/?p=1815"},"modified":"2026-05-18T20:52:37","modified_gmt":"2026-05-18T18:52:37","slug":"ich-beobachte-gerade-etwas-faszinierendes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.elbetext.blog\/?p=1815","title":{"rendered":"&#8222;Ich beobachte gerade etwas Faszinierendes &#8230;&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.elbetext.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Holzbausteine.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1817\" src=\"https:\/\/www.elbetext.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Holzbausteine.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/www.elbetext.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Holzbausteine.jpg 900w, https:\/\/www.elbetext.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Holzbausteine-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.elbetext.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Holzbausteine-768x429.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Neben ihrem reduzierten Stil und den Mainstream-Inhalten liefert uns KI eine Sprache aus dem Holzbaukasten. Hier ein roter W\u00fcrfel, dort eine blaue Kugel und da ein gr\u00fcnes Dreieck. Formulierungen, die in Form und Farbe schon vorgegeben sind. KI packt sie \u00fcberall dazu. Und da die Kl\u00f6tzchen so h\u00fcbsch sind, m\u00f6chte jeder mit ihnen spielen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Was im privaten Umfeld zwar nicht minder nervend, aber eben Privatsache ist, hat sich im beruflichen Kontext zum neuen Business Bullshit entwickelt. Wer keine eigene Sprache oder Inhalte hat, schreibt zum Beispiel: \u201e<em>Ich beobachte gerade etwas Faszinierendes<\/em>\u201c. Was folgt, sind ein Doppelpunkt und besagtes Faszinosum. Das allerdings kann h\u00f6chstens die KI selbst im Innersten ihres Maschinenraumes beobachtet haben, weil sie es auch ausgespuckt hat. Und w\u00e4hrend sich ihr Themen-Output von Prompt zu Prompt unterscheidet, bleiben die Formulierungskl\u00f6tzchen dieselben: rote W\u00fcrfel, blaue Kugeln, gr\u00fcne Dreiecke.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In der Realit\u00e4t sehen diese sprachlichen Versatzst\u00fccke so aus:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Das wirklich Verr\u00fcckte dabei:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Trotzdem hei\u00dft es:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Ich beobachte gerade etwas Faszinierendes:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Ich stelle gerade mit Erstaunen fest:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Und gleichzeitig frage ich mich:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Trotzdem erlebe ich immer wieder das Gegenteil:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Was ich nicht wusste:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Und ehrlich gesagt:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Klar ist:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Genau hier wird es spannend:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Aber dann die Erkenntnis:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Der Grund daf\u00fcr:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Was sich ver\u00e4ndert:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Mein Fazit:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Die Wahrheit ist:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Aber die eigentliche Frage dahinter ist doch:<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Vielleicht diskutieren wir gerade die falschen Fragen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Aber genau darin liegt oft die Herausforderung.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Vielleicht ist das der eigentliche Wendepunkt.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Genau dort entsteht der Unterschied.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Das Problem ist nicht X, sondern Y.<\/span><\/li>\n<li>usw.<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Mal ehrlich, ist es nicht gro\u00dfartig, was KI heute schon leistet? Offensichtlich wei\u00df sie genau, was Menschen sich fragen, was sie erleben oder was sie mit Erstaunen feststellen. Selbst Gef\u00fchle kann sie. Eines ihrer stereotypen Versatzst\u00fccke lautet zum Beispiel: \u201e<em>Ich hatte zum ersten Mal das Gef\u00fchl, dass sich etwas grundlegend verschoben hat<\/em>.\u201c Mit genau diesen Worten erz\u00e4hlt dann Anna, 23, in einem Blogbeitrag von der Trennung ihres Freundes oder berichtet Michael, 62, auf LinkedIn, wie er als Entwicklungsingenieur die disruptiven Ver\u00e4nderungen in der Automobilbranche erlebt hat. Irre, was KI durch nur einen Prompt alles \u00fcber uns erf\u00e4hrt, oder?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Kognitive Entlastung<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">K\u00fcnstliche Intelligenz macht aus Sprache Einheitsbrei. Und dass so viele dankbar zum L\u00f6ffel greifen und zuschlagen, hat verschiedene Gr\u00fcnde. Manche nutzen KI, um ihre Texte zu verbessern \u2013 sagen sie zumindest und so wird es auch gerne propagiert. Das mag vielleicht f\u00fcr Logik und Struktur eines Textes gelten, nicht aber f\u00fcr Sprache und Stil. Diese sind eine zusammengew\u00fcrfelte Mischung aus den konsumierten Trainingsdaten und KI-typischen Versatzst\u00fccken. Jeder gerade Satz, der von uns selbst kommt, ist besser als solche Holzbausteine.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ein zweiter Grund, dass viele die Worte der gro\u00dfen Sprachmodelle eins zu eins \u00fcbernehmen, liegt in dem Hype, der um KI gemacht wird. Dieser Hype erzeugt Druck. Medien und selbsternannte KI-Coaches suggerieren uns, wir w\u00e4ren verloren, wenn wir nicht sofort auf den Intelligenz-Zug aufspringen. Also schnell das Prompt-Ticket gel\u00f6st und schon geht sie los, die wilde Fahrt. Mit KI-Sprache \u00fcberladene LinkedIn-Posts k\u00fcnden dann der ganzen Welt: \u201eSchaut her, ich bin zukunftsf\u00e4hig. Ich habe einen Prompt geschrieben. Ich bin dabei!\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der Hauptgrund aber, KI f\u00f6rmlich an den Lippen zu kleben, liegt an anderer Stelle: Es geht schlichtweg um Abk\u00fcrzung. Es geht darum, sich Arbeit zu sparen und der kognitiven Last des Schreibens zu entledigen. Eigene Gedanken zu entwickeln, sie zu strukturieren und in passende Worte zu kleiden, war noch nie ein Breitensport. Warum also im Stadion die volle Runde laufen, wenn es mit KI auch quer \u00fcber den Rasen geht. Wer sich auf diese Weise Zeit und kognitive Leistung spart, kommt trotzdem ins Ziel. Dass diese Form des Cheatens keinen Trainingseffekt (von wegen bessere Texte und so) hat, ist v\u00f6llig egal. Denn der wird auch gar nicht angestrebt. Was z\u00e4hlt, ist der schnelle Gewinn. Da f\u00e4llt mit dem sprachlichen auch gleich der inhaltliche Anspruch und postet z. B. der CEO eines \u201eFull-Service-Anbieters f\u00fcr Zukunftsprojekte\u201c neben seinem Abbild die profunde Erkenntnis: \u201e<em>Projekte brauchen Wirkung. Nicht Stillstand<\/em>\u201c. Ach was &#8230;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Des KI\u2019sers neue Kleider<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Mit den maschinell generierten Sprachgew\u00e4ndern verh\u00e4lt es sich wie mit des <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/www.elbetext.blog\/?p=1792\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kaisers neuen Kleidern<\/a><\/span>. Wir lassen uns vorgaukeln, KI h\u00e4tte eine schmucke Sprache, die uns kleidet und anderen gef\u00e4llt. Willf\u00e4hrig \u00fcbernehmen wir Wort f\u00fcr Wort. Dass wir mit den Worth\u00fclsen der KI aber eigentlich nackt dastehen, sehen wir nicht \u2013 oder wir wollen es nicht sehen. Schlie\u00dflich gibt es genug \u201eExperten\u201c, die uns erkl\u00e4ren, dass wir mit Hilfe von K\u00fcnstlicher Intelligenz unsere Sprache verbessern k\u00f6nnten. Sie selbst waren ja an den Webst\u00fchlen der gro\u00dfen Sprachmodelle, haben sie begutachtet und sich von den Betr\u00fcgern \u2013\u00a0Entschuldigung: Webern nat\u00fcrlich\u00a0\u2013 zeigen lassen, wie wertvoll die Stoffe sind, wie ausgefeilt die (Sprach)Muster und wie h\u00fcbsch die (Klang)Farben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wo es den Menschen an Literalit\u00e4t mangelt, haben die Weber leichtes Spiel. Wer dagegen in Sprache ge\u00fcbt ist, weil er sie z. B. beruflich braucht, sollte dem Treiben der Gaukelspieler nicht aufsitzen. Muss er auch nicht. Wenn Sprache n\u00e4mlich das t\u00e4gliche Brot ist, sollten die eigenen Worte ausreichen. Und wenn Sprache sogar dem Broterwerb dient, kann einem kein Sprachmodell das Wasser reichen. Sollte man meinen \u2026<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Es ist erstaunlich, dass selbst professionell Schreibende scheinbar unreflektiert Texte von KI \u00fcbernehmen und das auch noch offensiv in schlechtestem KI-Jargon bewerben \u2013 ob auf der eigenen Website, in den sozialen Medien oder in Netzwerken wie LinkedIn. Was vermutlich signalisieren soll \u201eSchaut, ich gehe mit der Zeit\u201c, illustriert letztlich nur, wie stark der sprachlich degenerative Einfluss von KI selbst auf die schreibende Zunft ist. Wie etwa bei einem Redenschreiber, der (nach eigenen Angaben auf LinkedIn) f\u00fcr Politik und F\u00fchrungskr\u00e4fte schreibt. \u201eSprache ist mein Werkzeug\u201c hei\u00dft es da in seinem Profil und es folgt ein Erguss von Sprachklischees aus der KI-H\u00f6lle:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Ich habe mich entschieden, nicht wegzuschauen, sondern ganz genau hinzusehen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Ich hatte zum ersten Mal das Gef\u00fchl, dass sich etwas grundlegend verschoben hat.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Es hat mich verunsichert \u2013 und gleichzeitig fasziniert.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Dabei habe ich beobachtet, was besser wird, was schlechter wird und was sich einfach ver\u00e4ndert.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Das Ergebnis ist kein Urteil. Es ist zun\u00e4chst ein Bild.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Was f\u00fcr eine beeindruckende Visitenkarte, wenn das Profil eines \u201eSprachprofis\u201c mit maschinell erzeugten Versatzst\u00fccken nur so gepflastert ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Hier lohnt auch ein genauerer Blick auf die Formulierungen: Was zun\u00e4chst wie ein pers\u00f6nliches Bekenntnis wirkt und Autorinnen normalerweise nahbar und authentisch erscheinen l\u00e4sst, ist KI-Slop vom Feinsten. Die gro\u00dfen Sprachmodelle schaffen keine zwei Abs\u00e4tze, ohne nicht mindestens eine dieser Phrasen bzw. Sprachklischees unter den Text zu mischen. In Wahrheit hat hier weder jemand \u201e<em>genau hingesehen<\/em>\u201c, noch war dieser jemand von irgendwas \u201e<em>fasziniert<\/em>\u201c. Einzig die KI hat etwas Floskelhaftes hingeschrieben, was dann ein Mensch als eigene Empfindung ausgibt. Und \u201e<em>grundlegend verschoben<\/em>\u201c hat sich dabei nur eines: das Sprachniveau. Nach unten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Aber was soll man auch machen? Es klingt doch so bedeutungsvoll. Als h\u00e4tte man sich selbst etwas dabei gedacht oder w\u00e4re ganz allein zu einer Erkenntnis gelangt. Stimmt! Wenn sich nur nicht jeder Zweite solche S\u00e4tze von der KI in den Mund legen lie\u00dfe. Da entwertet schon der inflation\u00e4re Gebrauch jedes Wort. Dar\u00fcber hinaus sind Phrasen sprachlicher Ballast. Inhaltlich substanzfrei bl\u00e4hen sie Texte unn\u00f6tig auf. F\u00fcr (echte) Schreibprofis hei\u00dft es an dieser Stelle: streichen. Andere dagegen integrieren solche Sprachh\u00fclsen liebevoll in ihren Wortschatz. Was aber nichts Neues ist. Denn gefloskelt wurde schon immer. Jetzt halt nur mit Hilfe von KI.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wenn allerdings schon Redenschreiber, Journalistinnen oder Autoren auf das sprachlich reduzierte Niveau von KI zur\u00fcckfallen, m\u00fcssen sie sich fragen lassen, mit welch professionellem Anspruch sie \u00fcberhaupt noch in ihrem Job antreten. Was unterscheidet sie noch von Laien, wenn sie es nicht einmal schaffen, die auff\u00e4lligen KI-Marker wieder aus \u201eihren\u201c Texten zu entfernen? Wenn Dreiklang und Antithese jeden Absatz pr\u00e4gen, ist es f\u00fcr aufgekl\u00e4rte Leser nur naheliegend, anzunehmen, dass sie gerade einen komplett KI-generierten Text vor sich haben. F\u00fcr solche Beitr\u00e4ge muss niemand eine Zeitschrift abonnieren. F\u00fcr derartige Maschinentexte sollte auch niemand einen professionellen Autor oder Redenschreiber bezahlen m\u00fcssen. Letztlich bekommt man hier \u2013 aus der vermeintlich gehobenen Gastronomie \u2013 eine Tiefk\u00fchlpizza geliefert, die man sich im Supermarkt auch selbst aus der Truhe h\u00e4tte ziehen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Professionelle Bankrotterkl\u00e4rung<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Geht es um Sprache, sollten sich gerade Journalistinnen und Autoren klar positionieren. Schlie\u00dflich sind sie irgendwann mal angetreten, um Menschen verst\u00e4ndlich zu informieren. Das Ziel lautet(e): gute und wirksame Kommunikation. Nun aber k\u00f6nnen sie zuschauen, wie immer mehr Menschen unterkomplexe Inhalte in unterkomplexer Sprache \u00fcbernehmen und KI ihnen auch noch vorgibt, sie h\u00e4tten irgendwas \u201e<em>mit Erstaunen festgestellt<\/em>\u201c oder \u201e<em>interessiert<\/em> <em>beobachtet<\/em>\u201c. Um dann einen so offensichtlichen Bullshit als professionelle Autorin von der KI zu \u00fcbernehmen oder als Leser auch noch zu glauben, braucht es schon ein geh\u00f6riges Ma\u00df kognitive Dissonanz. Vielleicht ist es aber auch einfach nur intellektuelle Gen\u00fcgsamkeit. Das Leben ist anstrengend genug.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wer professionell schreibt, darf und kann sich damit nicht zufrieden geben. Erst recht nicht, wenn es um eigene Texte geht. KI als Co-Autorin mitschreiben zu lassen, hei\u00dft, sich fachlich und beruflich das eigene Grab zu schaufeln. Schlie\u00dflich liefert KI das genaue Gegenteil von Qualit\u00e4tsjournalismus. Den Dammbruch schlechter (und zugleich nicht gekennzeichneter) KI-Inhalte in den Medien hat es l\u00e4ngst gegeben. Den Vogel schie\u00dfen hier Beitr\u00e4ge ab, die von den negativen Auswirkungen der KI auf den Journalismus berichten, gleichzeitig aber durch ihren schlechten KI-Stil auffallen. Wie etwa der Artikel \u201e<a href=\"https:\/\/taz.de\/KI-und-Journalismus\/!6173754\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em><span style=\"color: #0000ff;\">Ein Monster namens K\u00fcnstliche Intelligenz<\/span><\/em><\/a>\u201c aus der TAZ, der Beitrag &#8222;<a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/23862118\/die-stille-ki-invasion-im-journalismus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\">Die stille KI-Invasion im Journalismus<\/span><\/a>&#8220; aus &#8222;Die Presse&#8220; oder der \u00dcbermedien-Beitrag \u201e<a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/114191\/klasse-gemacht-wie-ki-schleichend-die-urteilskraft-im-journalismus-ersetzt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em><span style=\"color: #0000ff;\">Wie KI schleichend die Urteilskraft im Journalismus ersetzt<\/span><\/em><\/a>\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Dass der Einfluss von KI (trotz fehlender Hinweise vonseiten der Redaktionen) gut erkennbar ist, liegt an ihrem miserablen Stil. Es liegt aber auch an der Nachl\u00e4ssigkeit bzw. dem Unwillen von Autoren und Schlussredakteuren, den KI-Slop vor der Ver\u00f6ffentlichung zu entfernen. Wenigstens diese Arbeit h\u00e4tten sie sich machen k\u00f6nnen. Dass das nicht geschieht und dass hier Profis journalistische Standards derart tief unterlaufen, daf\u00fcr kann es nur drei Gr\u00fcnde geben: kognitive Dissonanz, Inkompetenz oder Arbeitsverweigerung. Nat\u00fcrlich lie\u00dfen sich in den Verlagen auch noch \u201e\u00f6konomische Zw\u00e4nge\u201c anf\u00fchren. Qualit\u00e4tsjournalismus und Berufsethos auf diesem Altar zu opfern, setzt aber einen der anderen Gr\u00fcnde voraus.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wenn selbst Essays oder Kommentare (also Meinungsbeitr\u00e4ge) zunehmend von KI generiert werden und als solche auch zu erkennen sind, geht das Vertrauen in den Journalismus verloren. Da ist es auch v\u00f6llig egal, ob ein Redakteur das meiste selbst geschrieben haben will oder eine Gastautorin angibt, nur erg\u00e4nzende Inhalte mit Hilfe von KI eingef\u00fcgt zu haben. Wenn es im Beitrag wiederholt hei\u00dft \u201e<em>Genau hier wird es spannend \u2026<\/em>\u201c oder \u201e<em>Das Problem ist nicht \u2026, sondern \u2026<\/em>\u201c, dann hat sich die Grenze zwischen menschlicher Kreation und maschineller Texterstellung l\u00e4ngst aufgel\u00f6st \u2013 zugunsten von KI.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Sollten Journalistinnen ihren Lesern dann noch suggerieren, irgendein Thema habe sie selbst \u201e<em>verunsichert, aber gleichzeitig fasziniert<\/em>\u201c, dann verkaufen sie diese schlichtweg f\u00fcr dumm. Sich von der KI vorgeben zu lassen, wie man h\u00e4tte f\u00fchlen oder denken k\u00f6nnen, und das auch noch an seine Leserinnen weiterzugeben, ist eine professionelle Bankrotterkl\u00e4rung. Wer daf\u00fcr bezahlt wird, dass er f\u00fcr andere schreibt, darf sich wirklich mehr einfallen lassen als den Slop, den KI ihm vorgibt. Und wer als Profischreiber glaubt, vorgefertigte Floskeln unbedingt \u00fcbernehmen zu m\u00fcssen, sollte diese zumindest beim Thema \u201eKI und Journalismus\u201c auch beherzigen: \u201e<em>Ich habe mich entschieden, nicht wegzuschauen, sondern ganz genau hinzusehen. Vielleicht ist das der Wendepunkt.<\/em><\/span><\/p>\n<p>Sch\u00f6n w\u00e4r`s \u2026<\/p>\n<div class=\"shariff\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=%E2%80%9EIch%20beobachte%20gerade%20etwas%20Faszinierendes%20%E2%80%A6%E2%80%9C https%3A%2F%2Fwww.elbetext.blog%2F%3Fp%3D1815 \" title=\"Bei Bluesky teilen\" aria-label=\"Bei Bluesky teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0085ff; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"20\" height=\"20\" version=\"1.1\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 20 20\"><path class=\"st0\" d=\"M4.89,3.12c2.07,1.55,4.3,4.71,5.11,6.4.82-1.69,3.04-4.84,5.11-6.4,1.49-1.12,3.91-1.99,3.91.77,0,.55-.32,4.63-.5,5.3-.64,2.3-2.99,2.89-5.08,2.54,3.65.62,4.58,2.68,2.57,4.74-3.81,3.91-5.48-.98-5.9-2.23-.08-.23-.11-.34-.12-.25,0-.09-.04.02-.12.25-.43,1.25-2.09,6.14-5.9,2.23-2.01-2.06-1.08-4.12,2.57-4.74-2.09.36-4.44-.23-5.08-2.54-.19-.66-.5-4.74-.5-5.3,0-2.76,2.42-1.89,3.91-.77h0Z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button mastodon shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#563ACC\"><a href=\"https:\/\/s2f.kytta.dev\/?text=%E2%80%9EIch%20beobachte%20gerade%20etwas%20Faszinierendes%20%E2%80%A6%E2%80%9C https%3A%2F%2Fwww.elbetext.blog%2F%3Fp%3D1815\" title=\"Bei Mastodon teilen\" aria-label=\"Bei Mastodon teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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Hier ein roter W\u00fcrfel, dort eine blaue Kugel und da ein gr\u00fcnes Dreieck. Formulierungen, die in Form und Farbe schon vorgegeben sind. KI packt sie \u00fcberall dazu. Und da die Kl\u00f6tzchen so h\u00fcbsch sind, m\u00f6chte jeder mit ihnen spielen. 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